Richtig & Falsch

Richtig & Falsch

Der Podcast für Politische Bildung

Transkript

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00:00:00: Jemand, der keinen Spielraum hat dem kann Finanzbildung auch keinen Spielraum verschaffen.

00:00:05: Wir leben ja in pluralen Gesellschaften und es gibt eine Vielfalt an Meinungen Es gibt eine vielfalt von Denkrichtungen Und diese Pluralität die in der Gesellschaft herrscht Die können wir sozusagen in die Schule bringen.

00:00:18: Aber grundlegend haben wir keine Qualitätssicherung von Unterricht, das heißt wir sind emotional über Lehrpläne diskutiert, ja der ist auch über geografie- und wirtschaftliche Bildung aber keiner überlegt jemals ob diese Lehrplänne auch überhaupt im Unterricht ankommen.

00:00:32: Wird da immer so getan quasi als ob Finanzmärkte oder Kapitalmärkte per se irgendeine magische Quelle wären aus auf einmal mehr herausgezogen werden kann, ohne dass wir quasi als Gesellschaft mehr produzieren müssten.

00:00:45: Alle können ja Rendite machen – die Frage ist aber immer woher kommt diese Rendite?

00:01:21: Bis ich zum ersten Mal gemerkt habe, dass Geld auch ziemlich schnell wieder weg sein kann.

00:01:25: Jugendkonto erst eigene Wohnung, Handyvertrag oder die Frage ob sich Span überhaupt noch lohnt?

00:01:31: Geld und der Umgang damit stellt viele junge Erwachsene vor Herausforderungen – sie fühlen sich verunsichert!

00:01:38: Das zeigen auch aktuelle Untersuchungen Im YAP-Jugendbericht.

00:01:43: zur Finanzbildung geben etwa sixty vier Prozent der AHS Schülerinnen an, sich nicht ausreichend auf ihre finanzielle Zukunft vorbereitet zu fühlen.

00:01:52: Und laut einer Umfrage für den Plan Z des Bildungsministeriums wünschen sich Lehrkräfte Eltern und Schülerinnen und Schüler am dringendsten ein eigenes Schulfach Wirtschafts- und Finanzbildung.

00:02:05: Was aber statistisch signifikant herauskommt ist dass unsere getesteten Schülerinnen und Schülern im Bereich der Financial Literacy über dem EU-Durchschnitt sind, nämlich signifikant.

00:02:18: Und auch signifikante über den OECD Durchschnitt.

00:02:21: Es wird natürlich die Finanzbildung von vielen Seiten krank geredet, von vielen Institutionen an Steak Hold'n, die Interessen haben ihre eigenen Interessen hineinzubringen in die Schule – das ist das Problem!

00:02:33: Aber was ist Finanzbildung eigentlich?

00:02:36: Geht es vor allem darum, mit Geld umgehen zu können oder auch darum wirtschaftliche Zusammenhänge besser zu verstehen?

00:02:43: Und welche Rolle sollte Schule dabei spielen.

00:02:46: Also ich glaube schon dass unsere Jugendlichen und jungen Menschen reflektiert sind und viele Dinge wissen.

00:02:53: was sich da aber schon zeigt ist das es einen großen Unterschied nach sozialem Hintergrund gibt.

00:02:58: wenn man sich das anschaut dann schneiden Jugendliche aus privilegierten Familien deutlich besser ab Und es zeigt halt, wer aus einer privilegierten Familie kommt hat deutlich bessere Chancen.

00:03:12: Und Finanzkompetenzen sind damit eng mit sozialer Ungleichheit

00:03:15: verbunden.".

00:03:16: Mein Name ist Johanna Hertzberger und in dieser Folge von Richtig und Falsch sprechen wir darüber wie Finanzbildung in Österreich aussieht was junge Menschen in der Schule aktuell über Geld und Wirtschaft lernen, wie Lehrkräfte mit den Spannungen zwischen individueller Kompetenz gesellschaftlicher Verantwortung und politischen Kontroversen umgehen.

00:03:36: Und wir klären warum all das auch wichtig für die politische Bildung ist!

00:03:44: Die Finanzbildung wird darauf reduziert.

00:03:46: Individuell schaue auf deine Altersvorsorge, du musst schauen wie mit Geld umgegangen wird.

00:03:53: Du musst wissen wie eine Steuererklärung aussieht

00:03:55: etc.,

00:03:56: es wird immer alles auf das Individuum ausgelagert.

00:03:59: darum und dass ist unser Bildungsauftrag dahingehend sollten all unsere Bildungsbemühungen auch fließen, auch diese strukturelle Ebene mit den Schülerinnen und Schülern zu diskutieren.

00:04:10: Heidrun

00:04:10: Edlinger bildet an der Universität Wien angehende Lehrkräfte im Fachgeografie- und Wirtschaftsbildung aus und unterrichtet selbst an einem Gymnasium.

00:04:19: Aus ihrer Secht greift Finanzbildung zu kurz wenn sie sich nur auf individuelle Entscheidungen konzentriert Denn wirtschaftliche Fragen sind immer auch gesellschaftliche und politische Fragen.

00:04:30: Sprich, wenn ich das an einem konkreten Beispiel festmachen darf, Altersvorsorge.

00:04:34: Es gibt immer wieder den Ruf gerade jetzt für Frauen um der Altersarmut vorzubeugen.

00:04:39: achten sie jetzt schon in jungen Jahren auf ihre private Alters-Vorsorge.

00:04:44: aber es werden nicht strukturelle Veränderungen angesprochen.

00:04:47: und dass ist die politische Bildung letztlich.

00:04:50: meine Stimme auf dem Wahlzettel entscheidet Welche gesellschaftlichen Rahmenbedingungen werden geschaffen?

00:04:56: Wie kann ich Gesellschaft mitgestalten, was kann ich einfordern?

00:05:00: und das kann nicht alles als Individuum alleine erfüllen.

00:05:03: Beim Thema Altersvorsorge zeige sich also wie eng individuelle Möglichkeiten mit politischen und gesellschaftliche Rahmenbedingerungen verknüpft sind.

00:05:13: genau an dieser Schnittstelle setzt auch die Forschung von Christian Friedrich an.

00:05:17: Er ist Professor für Geographie und Sozioeconomische Bildung, und beschäftigt sich unter anderem mit Wirtschafts- und Finanzbildung.

00:05:25: Sein Zugang – Wirtschaft nicht isoliert zu betrachten, sondern immer im Zusammenhang mit Gesellschaft-, Politik- und ökologischen Grundlagen.

00:05:34: Wie dieses vernetzte Verständnis aussieht erklärt er so.

00:05:42: Genauso ist es politisch, also es gibt politische Einflussnahmen auf die Wirtschaft und Wirtschaft beeinflusst Politik.

00:05:49: Das ist eine ganz enge Wechselwirkung und die Basis für alles sind sozusagen die ökologischen Grundlagen und die dürfen wir genauso nicht außer Acht lassen.

00:05:58: Und all das ist sozusagen ein ganz wesentliches Element der socioökonomischen Bildung, einer integrativen Bildung so wie wir sie verstehen.

00:06:07: Wir bewegen uns als handelnde Menschen in einem Wirkungsgefüge – das da heißt Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Umwelt.

00:06:14: Das ist das zentrale Element des Faches Geografie- und wirtschaftliche Bildung der Mensch im Mittelpunkt.

00:06:21: Diese Dinge, die in Wirklichkeit vernetzt sind auch vernetzt bearbeiten.

00:06:25: Der Mensch steht für Christian Friedrich also im Mittelpunkt des Geographieunterrichts und wird in seinen Beziehungen zu Politik, Umwelt-, Gesellschaft- und Wirtschaft betrachtet.

00:06:36: Seine Kollegin Heidrun Edlinger sieht das genauso.

00:06:39: Ihrer Meinung nach ging es darum die großen wirtschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu verstehen Denn

00:06:46: es hilft einem Individuum sehr wenig, wenn ich weiß wie ich mit Geld umgehe.

00:06:50: Wie ich spare?

00:06:51: Wie ich in Aktien investiere?

00:06:54: Ich kann damit keine Finanzkrise lösen.

00:06:56: Das ist auf einer ganz anderen Dimension die man das Individum so nicht mehr greifen kann oder überhaupt als Individumen mitgestalten

00:07:03: kann.

00:07:05: Isabel Baldreich von der Schuldnerberatung kritisiert dass Finanzwissen nicht die Lebensrealitäten der Schülerinnen und Schüler ändern würde.

00:07:15: Wenn man bedenkt, dass sehr viele Jugendliche die dort sitzen aus Familien kommen, die gar nicht sparen können.

00:07:23: Nicht weil sie es nicht wollen sondern einfach weil sich's nicht ausgeht dann müssen wir auch diese Lebensrealitäten betrachten von Menschen mit niedrigem Einkommen, ihren Alltag zu bewältigen.

00:07:35: Weil finanzielle Probleme sind, sehen wir auch bei uns in der Schuldenberatung kein Wissensproblem allein sondern Folge von prekären Einkommen und sicheren Lebensverhältnissen strukturellen Kosten sozialem Druck kritischen Lebensereignissen wie Scheidung Trennung Krankheit Unfälle.

00:07:54: Da

00:07:55: gibt es Menschen am unteren Ende der Gesellschaft.

00:07:57: das sind gar nicht so wenig je nachdem wie man's misst sind des zwanzig bis bis über dreißig Prozent.

00:08:05: Wie sollen sich die eine Altersversicherung und eine Altsvorsorge aufbauen?

00:08:09: Das ist die Frage, ja.

00:08:11: Also Menschen, die sozusagen am zwanzigsten des Monats dann nicht mehr wissen wie sie weiterkommen und wie sie sozusagen ihr Leben bewältigen und trotzdem arbeiten, Working Poor – das ist natürlich schon ein Problem!

00:08:24: Und wenn man noch den Eindruck vermittelt, ja... Die Gescheiten haben Altersvorsage betrieben, ja… Das kann man sagen, ja, die Gescheitern aber Auch die, die die Möglichkeit haben dazu.

00:08:35: Die finanzielle Möglichkeit und es nützt die beste Finanzbildung nichts wenn ich nicht die Ressourcen dazu habe.

00:08:41: Das heißt das ist nicht ein individuelles Problem sondern ein gesellschaftliches Problem Und wenn man das ausblendet dann ist es eine Endpolitisierung.

00:08:50: Eine Kollegin hat kürzlich den Satz geprägt, wer gute Finanzbildung hat.

00:08:55: Der kann sich nur schneller ausrechnen, dass es sich nicht ausgeht.

00:08:58: Also wenn wir jetzt Europas Sozialsysteme anschauen dann merken wir seit Jahren einen Tendenz zum Abbau dieser Sozialsystemes.

00:09:05: Das heißt der Ruf geht an die Schwächeren unserer Gesellschaft.

00:09:09: das sind die Jugendlichen.

00:09:11: Die haben ja sehr viele Einflüßelmöglichkeiten.

00:09:13: Ihr müsst euch jetzt Genau um das Problem kümmern.

00:09:17: Nicht mehr der Staat kümmert sich, die Pensionssysteme werden krank geredet usw.

00:09:22: abgebaut und jeder ist jetzt seines Glückes

00:09:25: schmied.".

00:09:26: Friedrich und Baldreich sind sich darüber einig, dass sie persönliche Finanzbildung nur einen kleinen Anteil zur finanzellen Unabhängigkeit beitragen kann.

00:09:34: Beide sprechen sich dafür aus, über den Tellerrand zu blicken und finanzielle Probleme von Einzelpersonen im gesamtgesellschaftlichen Kontext zu betrachten.

00:09:44: Finanzbildung vermittelt ja oft!

00:09:46: Wenn du nur genug Wissen hast und deine Chancen nützt, dann wirst du später keine finanziellen Probleme haben – das blendet für uns schon die gesamte gesellschaftliche Realität eigentlich aus.

00:10:00: Wir setzen in den Schulen auf Basisfinanzbildung.

00:10:04: Wir verstehen darunter Menschen, gerade junge Menschen Kinder und Jugendliche fit zu machen für finanzielle Alltagsentscheidungen also ihnen einfach den Umgang mit Geld im Alltag zu erklären wo er wirklich jedem Menschen begegnet unabhängig davon ob er viel oder wenig Einkommen zur Verfügung hat ob die Familie privilegiert ist dort wirklich reflektierte Entscheidungen zu ermöglichen.

00:10:29: und gleichzeitig versuchen wir auf der politischen Ebene laut zu sein für strukturelle Rahmenbedingungen.

00:10:36: Weil die Frage in der Finanzbildung ist ja oft, warum treffen junge Menschen falsche Finanzentscheidungen?

00:10:42: Also das ist so die Unterstellung!

00:10:44: Wir müssen nur dafür sorgen dass sie richtige Finanzentschreitungen treffen.

00:10:48: aber eigentlich müssen wir uns ja fragen unter welchen Bedingungen können junge Menschen überhaupt entscheiden?

00:10:55: Was für strukturelle Voraussetzungen haben Sie?

00:10:58: Und uns geht es da eben nicht darum, Menschen zu optimieren oder effizient in unser Wirtschaftssystem einzupassen sondern ihnen Orientierung im Alltag zu geben und gleichzeitig laut zu sein für diese ungleiche Voraussetzung.

00:11:15: Fassen wir zusammen!

00:11:16: Umfragen zeigen dass viele Jugendliche mit der Finanzbildung an Schulen unzufrieden sind.

00:11:21: Fragen rund um Geld, Arbeit und die eigene Zukunft spielen für sie eine wichtige Rolle.

00:11:27: Gleichzeitig geht es in der Finanzbildung um mehr als nur Tipps für den persönlichen Umgang mit Geld.

00:11:33: Es geht darum wirtschaftliche, gesellschaftliche und individuelle Zusammenhänge herzustellen.

00:11:40: Und genau hier kommt der Schule eine besondere Rolle zu Denn Sie steht in Konkurrenz zur Inhalten Die Jugendliche täglich auf Social Media sehen.

00:11:49: Dort kursieren einfache Antworten, Erfolgsgeschichten und Finanzversprechen.

00:11:53: Und die prägen mitunter auch die Erwartungen, mit denen Schülerinnen und Schüler in den Unterricht kommen.

00:12:00: Welche Erfahrungen er damit in Workshops macht?

00:12:03: Darüber spricht Vincent Hilbrandt von der Arbeiterkammer Wien.

00:12:07: Die ganzen Stories diese Influencer erzählen sind natürlich sehr interessant, ja also quasi die Story vom.

00:12:15: ohne dass sie viel arbeiten muss, komme ich zu Reichtum.

00:12:18: Wer will das nicht?

00:12:19: Das klingt spannend interessant und diese Narrative werden da propagiert.

00:12:23: einerseits dahinter steckt natürlich ein Profitinteresse wie bei so vielem ja oft über Affiliate Marketing in dem die Zuschauerinnen dann auf Links klicken die unten in der Beschreibung stehen Und dann kriegen quasi diese InfluencerInnen eine Provision.

00:12:41: Da stehen auch sehr viele InfluenzerInnen Auf der Payroll von Brokern, Banken

00:12:46: etc.,

00:12:48: also gerade auch Neobroker usw.

00:12:51: die daran

00:12:51: verdienen.".

00:12:52: Die Influencerinnen profitieren also von der Aufmerksamkeit, die sie erzeugen.

00:12:57: Klicks und Reichweite lassen sich direkt zu Geld machen – und damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende!

00:13:03: Denn wer Menschen davon überzeugt, sich für bestimmte Finanzprodukte oder den Kapitalmarkt zu interessieren, trägt auch dazu bei Nachfrage zu schaffen….

00:13:13: selten wird hinterfragt, welche wirtschaftlichen Interessen hinter diesen Angeboten stehen oder welche Mechanismen und Machtverhältnisse dahinter stecken.

00:13:22: Und?

00:13:23: Gleichzeitig untergräbt man damit ein bisschen die Legitimation von kollektiven Sicherungssystemen wie beispielsweise der Umlage-System

00:13:31: usw.,

00:13:32: wird ja immer so getan quasi als ob Finanzmärkte oder Kapitalmärkte per se irgendeine magische Quelle wären aus auf einmal mehr herausgezogen werden kann, ohne dass wir quasi als Gesellschaft mehr produzieren müssten.

00:13:45: Alle können ja Rendite machen.

00:13:47: Die Frage ist aber immer woher kommt diese Rendite?

00:13:50: Also woher kommen die Dividende?

00:13:52: Wem fehlt sie?

00:13:53: Welchen Bevölkerungsgruppen?

00:13:54: wer bezahlt die Diverdente in dem Fall?

00:13:56: Kann man sagen entweder die Konsumentinnen, die das in Form von höheren Preisen bezahlen müssen.

00:14:01: Man könnte auch sagen bei den Arbeiterinnen oder bei den Arbeitnehmerinnen,

00:14:09: Jede und jeder kann es schaffen, wenn er oder sie nur früh genug investiert, mutig genug ist und die richtige Entscheidung trifft.

00:14:17: Diese Erzählung verbreitet sich also auf Social Media – und lockt viele Jugendliche!

00:14:22: Aber warum wirkt dieses Versprechen so anziehend?

00:14:26: Naja weil es an Wünsche aber auch an Ängste erndockt zum Beispiel nicht dazu zu gehören abhängig zu werden später nicht genug zu haben.

00:14:35: Genau da sieht Hydro und Edlinger von der Universität Wien auch eine Chance für den Unterricht.

00:14:41: Denn wenn Finanzthemen emotional aufgeladen sind, müssen diese Emotionen nicht ausgeblendet werden – sie können ein Einstieg sein um dann gemeinsam zu sortieren.

00:14:52: was ist eine individuelle Entscheidung?

00:14:54: Was sind strukturelle Bedingungen?

00:14:57: Und wo wird aus einem persönlichen Gefühl eine gesellschaftliche Frage?

00:15:01: Emotionen kann man gut kanalisieren und das ist das Wichtige, das auch auf eine sachliche Ebene zu bringen.

00:15:06: Das heißt meine Empfehlung wäre Jugendliche abzuholen sie zu begeistern sie zu faszinieren für ein Thema Sie nicht so etwas zu zwingen also Dinge preiszugeben, die sie preisgeben wollen über die sie diskutieren wollen und das Wichtige ist dann das Ganze eben auf eine sachliche Ebene zu bringen.

00:15:26: Also gerade dieses Man schämt sich also es gibt ja auch Nachworte betrifft nicht nur Jugendliche Erwachsene die sich schämen wenn sie arbeitslos sind Und das ist aber nicht immer auf individuelle Ebene, sondern hat auch strukturelle Rahmenbedingungen zu diesen Zuständen führen.

00:15:44: Das ist eben das Wichtige mit den Jugendlichen entsprechend zu

00:15:48: thematisieren.".

00:15:49: Aber wie könnte diese Thematisierung im Klassenzimmer aussehen?

00:15:53: Isabel Baldreich

00:16:04: und auch mit welchem Ziel.

00:16:06: Und ich glaube, Schulen und gerade Lehrkräfte haben hier schon besondere Verantwortung weil Kinderjugendliche zum ersten Mal mit diesem Thema in Kontakt kommen.

00:16:16: das kann auch sehr prägend sein und deshalb ist wichtig gut hinzuschauen wer kommt da in die Schule?

00:16:24: Ist das Angebot nicht nur gut gemacht also die Angebote sind wirklich oft sehr gut gemacht, sondern auch welche Interessen verfolgt dieses Angebot tatsächlich?

00:16:34: Die Frage ist grundsätzlich ob es so was wie politische Neutralität auch im Bereich der wirtschaftlichen Bildung überhaupt gibt.

00:16:41: Ich habe gerade in der Ökonomie verschiedenste ökonomische Denkschulen Traditionen.

00:16:46: je nachdem wie ich akademisch sozialisiert werde oder sozialisiert worden bin werde da auch unterschiedliche Positionen beziehen je nach dem Bezug auf die finanzielle Darstee, was ich habe wie in der Vermögensverteilung darstehe werde auch unterschiedliche Positionen beziehen.

00:17:06: Ich frage es vielleicht weniger das Gebot da neutral zu sein sondern im Sinne des Beutelsbacher Konsens zu sagen dass Diese Positionen gibt, was sich quasi in dieser Gesellschaft kontroversiell diskutiert wird sollte auch im Unterricht kontroversell darstellen.

00:17:24: Wenn ich den Schülerinnen aber auch dabei helfe indem ganz nüchtern die Zahlen zur Verteilung zu Vermögensverteilungen zur Einkommensverteilung anschaue kann ich ihnen auch klarmachen ja wo sind sie selbst in dieser Vermögenverteilung?

00:17:37: bei welchen wirtschaftspolitischen Maßnahmen oder Forderungen würden Sie profitieren?

00:17:42: Wovon würden Sie nicht profitieren?

00:17:43: Was wäre entgegen Ihrer eigenen Interessen?

00:17:47: und wenn man das ermöglicht, dass sie sich da verorten können.

00:17:50: Dann können sie quasi auch im Sinne ihrer Interessen wählen.

00:17:55: Handeln wählen, sich politisch engagieren usw.

00:17:58: Der sogenannte Beutelsbacher Konsens gilt als eine wichtige Grundlage der politischen Bildung und wird auch in Geografieunterricht angewandt.

00:18:07: Dahinter steht die Idee unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen Und Schülerinnen und Schülern Raum für ein eigenes Urteil zu geben.

00:18:15: Heidrun Edlinger von der Universität Wien verweist darauf, dass diese Prinzipien auch in der Ausbildung von Lehrkräften vermittelt werden.

00:18:29: dass wir in der Ausbildung uns hier bemühen, innovative Konzepte zu vermitteln wie man Unterricht nachhaltig gestaltet das erfolgreiche Lernprozesse möglich sind und diese gut begründet sind.

00:18:44: Diese aber selten oder viel zu wenig nach wie vor in der Praxis auch Eingang finden.

00:18:50: Aber grundlegend haben wir keine Qualitätssicherung von Unterricht.

00:18:54: Das heißt es wird emotional über Lehrpläne diskutiert.

00:19:07: Die Frage ist also nicht nur was im Lehrplan steht, sondern auch wie diese Inhalte im Klassenzimmer vermittelt werden.

00:19:14: Wie gut der Geographieunterricht aus ihrer Sicht aussehen kann, erklärt Heidrun Edlinger von der Universität Wien.

00:19:21: Die Aufgabe von Lehrerinnen und Lehrern, professionell Lehrerinnen ist es genau diese Spannung aufzumachen individuell zu zeigen.

00:19:31: was kann ich tun?

00:19:32: aber individuell kann ich mich auch politisch engagieren.

00:19:35: das gehört auch zur politischen Bildung dazu Dinge einzufordern strukturelle Veränderungen einzufordern, weil nicht immer alles auf einzelne Menschen ausgelagert werden kann und darauf muss man als Lehrperson sehr klar achten.

00:19:50: Gerade mit den Fachgeografieren wirtschaftliche Bildung haben wir ein Unterrichtsfach, ein Trägerfach für wirtschaftlich Bildung wo genau diese unterschiedlichen Ebenen von einer ganzheitlichen wirtschaftlichen Bildung eingebettet sind.

00:20:05: also das beginnt bei Fragen zu Haushalt- und Konsum über Arbeitsfeld und Unternehmen, hinüber Staat und Gesellschaft.

00:20:14: Und natürlich auch Geld und Finanzen sind hier ein eigenes Kapitel durchziehen sich aber durch alle anderen Bereiche also kleine Haushaltsentscheidungen.

00:20:24: wie gehe ich mit meinem Taschengeld um?

00:20:26: Wie führe ich einen Haushalt mit Einnahmen Ausgaben Rechnung in der Arbeitswelt?

00:20:32: Welche Lohnvorstellungen, Einkommensvorstellung gibt es?

00:20:36: Was ist Bewertung von Arbeit etc.

00:20:39: Also es gibt ganz viele Fragestellungen die man hier im großen Kontext mit Jugendlichen diskutieren kann.

00:20:46: Es gibt kein schwarz-weiß in der Welt, es gibt keine richtig und keinen falsch Aber es gibt auf Themen immer unterschiedliche Perspektiven Und die gilt es eben im Unterricht auch offen und klar darzustellen.

00:20:59: Also quasi nach der Prämisse, was in der Gesellschaft kontrovers diskutiert wird muss auch im Klassenzimmer kontroverse diskutiert

00:21:06: werden.".

00:21:07: Unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und wirtschaftliche Fragen nicht auf einfache Antworten zu reduzieren – das sieht auch Christian Friedrich von der PH Wien als eine zentrale Aufgabe des Unterrichts.

00:21:24: Antwort gebe auf verschiedene Fragestellungen.

00:21:28: Wie senken wir das Budget effizient?

00:21:30: Also, da gibt es je nachdem welche wirtschaftspolitische Richtung oder welche ökonomische Richtung ich vertrete, gibt's unterschiedliche Antworten und das wird man sowohl in der Sekundarstufe eins bearbeiten können elementarisiert was sind die Interessen dahinter?

00:21:47: und in der sekundar Stufe zwei natürlich Welche Macht haben da verschiedene Positionen, wodurch sind die sozusagen gesellschaftlich abgesichert bzw.

00:21:57: unterstützt?

00:21:58: Und wer verfolgt welche Interessen?

00:22:00: Wir leben ja in pluralen Gesellschaften und es gibt eine Vielfalt an Meinungen Es gibt eine vielfalt von Denkrichtungen, die auch durchaus wissenschaftlich abgesichert sind und diese Pluralität, die in der Gesellschaft herrscht Die können wir sozusagen in die Schule bringen und verschiedene Ansichten abwägen, verschiedene Ansrichten bearbeiten und verschiedene Themen aufbereiten.

00:22:26: Wenn es um Meinungsfreiheit im Unterricht geht sollten sich Lehrkräfte vorab die Frage stellen welche Rolle sie selbst dabei einnehmen wollen.

00:22:34: Heidrun Edlinger von der Universität Wien betont –

00:22:37: wichtig ist auch dass man sich immer klar sein muss, Bildung ist nicht wertfrei.

00:22:42: Genauso wie wirtschaftliches Handeln nicht wertfreies.

00:22:45: Also das sind wir bei dem Thema der politischen Bildung.

00:22:49: Das sind bestimmte Einflüsse dahinter und das ist nicht neutral.

00:22:54: Das ist zum einen legitim aber als professionelle Lehrerin oder Lehrer muss man eben diese Interessen die hinter meinen Bildungsbemühungen stehen transparent klar machen.

00:23:06: Das heißt, ich muss mein Vermittlungsinteresse klar und transparent nachvollziehbar gestalten.

00:23:12: Und das darf nicht einseitig sein.

00:23:15: Und damit gerade bei der wirtschaftlichen Bildung die Herausforderungen, dass es zum einen für viele Lehrerinnen und Lehrer vielleicht ein komplexes Thema ist, die sich dann vielleicht auch drüber trauen und hier verschiedene Mechanismen entwickeln wie sie mit wirtschaftlichem Themen umgehen.

00:23:31: Viele Schulen greifen auch auf Expertinnen und Experten zurück, erklärt Isabel Baldreich.

00:23:37: Als Lehrperson bin ich da selber in meiner Lebenswelt betroffen unabhängigen multiperspektivischen Unterricht zu machen.

00:23:50: Das ist eine große Herausforderung, die Lehrkräfte in diesem Bereich meistern sollten und ich glaube dass deshalb auch viele sich Expertinnen ins Haus holen mit dem Wunsch oder einfach auch um Schülerinnen mehrere Perspektiven zu zeigen und Expertinnen zu Wort kommen zu lassen.

00:24:08: Wirtschaftliche Zusammenhänge erscheinen oft als etwas Gegebenes.

00:24:12: Doch auch die Regeln, nach denen unsere Wirtschaft funktioniert sind entstanden und wurden immer wieder verändert.

00:24:18: Gerade deshalb kann ein Blick in die Geschichte helfen, die Gegenwart besser einzuordnen.

00:24:24: Vincent Hilbrandt von der Arbeiterkammer Wien sieht darin eine wichtige Aufgabe von Wirtschaftsbildung.

00:24:29: Die Regeln im Wirtschaftssystem Sie sind nicht Gott gegeben, müssen verhandelt werden.

00:24:35: Gerade die Geschichte der arbeiterinnenbewegung zeigt ganz schön dass sich da Regeln, Normen und so weiter auch ändern lassen.

00:24:43: wenn man jetzt vergleicht wir haben die Leute früher gearbeitet im sechzehn-Stunden-Tag keine sozialstaatliche Absicherung in Krankheitsfall usw.

00:24:52: oft auf Tagelohnbasis Bezahlungen vielleicht in Blech quasi nur in der Firma, in der Fabrik wo ihr Arbeit einlösen kann.

00:25:02: oder dass ich früher sogar auf dem Fabriksgelände auch gewohnt habe, ja in Barakken und so weiter.

00:25:08: Und wenn man das vergleicht diesen Zustand der Arbeitsbedingungen zurzeit der industriellen Revolutionen – und wenn ihr das mit heute vergleucht, eben an acht Stunden Tag, fünf Wochen bezahlter Urlaubsanspruch im Krankheitsfall bin ich abgesichert, im Falle von Arbeitslosigkeit bei Unfällen

00:25:24: usw.,

00:25:25: Dann sieht man schon, dass dann Emanzipationsprozess stattgefunden hat der geglückt ist.

00:25:30: Ich glaube das ist eine sehr tolle Erzählung die man den Schülerinnen heute auch noch mitgeben kann da sich Dinge doch verändern lassen ja gerade in Zeiten in denen vielleicht viele bestimmte politische Ohnmacht empfinden.

00:25:44: Okay im Blick in die Geschichtsbücher zeigt Arbeitsbedingungen soziale Absicherung und Arbeitnehmerrechte wurden immer wieder neu ausgehandelt.

00:25:52: dieser historischen Errungenschaften zu betonen, fühlt sich für mich motivierender.

00:25:58: Es betont nämlich auch die Selbstwirksamkeit, die Individuen durch gesellschaftliche Auseinandersetzungen erleben können.

00:26:05: Für Heidrun Edlinger geht es dabei auch darum den Druck von Kindern und Jugendlichen zu nehmen.

00:26:10: Und vor allem müssen wir den Druck unseren Kindern und Jugendlichen nehmen dass sie die Probleme der Welt lösen.

00:26:18: Also das wird ja sehr oft diskutiert, Problemlösekompetenz etc.

00:26:23: Es schaffen so viele erwachsene Regierungen

00:26:26: etc.,

00:26:26: nicht unsere Probleme aktuell zu lösen.

00:26:29: als das können wir nicht an die jugendlichen Auslagern heißt es ist vor sich geboten Nicht in eine Katastrophenpädagogik abzuwandern dass wir nur noch Probleme haben.

00:26:40: Wir können auch sehr positiv denken mit Schülerinnen und Schülern gut Praktisbeispiele zu diskutieren, zu besprechen.

00:26:49: Es gibt viele Beispiele dazu und eben nicht nur immer Katastrophen und Probleme zu thematisieren.

00:26:56: das ist sicher ein Problem was in den Schulen immer wieder vorkommt und so auch Jugendliche überfordert.

00:27:03: Jugendliche nicht mit Problemen alleinzulassen sondern ihnen Orientierung zu geben.

00:27:09: Das kann auch über Workshops und Planspiele gelingen.

00:27:12: Sie können aber helfen, makroökonomische Prozesse verständlicher zu machen und den Blick auf größere Zusammenhänge zu richten.

00:27:20: Für Vincent Heldbrandt von der Arbeiterkammer Wien gehört dazu auch die Frage wie sich wirtschaftliche Entwicklung auf unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und Regionen auswirken?

00:27:30: Wer profitiert, wie schaut die Verteilungfunktion aus innerhalb der Bevölkerungs-Gruppen innerhalb der Vermögensverteilung beispielsweise, wie schaut die Verteilungswirkung aus zwischen Zentren und Peripherie?

00:27:45: Zwischen weniger entwickelten Ländern und industrialisierten Ländern.

00:27:50: Zwischen den Zentren der Finanzwirtschaft und der Globalen Periphery des globalen Südens.

00:27:57: Weil man so eine tief vergreifende Analyse macht, wäre das schon mal sehr förderlich.

00:28:01: Und wie funktioniert eine solche Analyser?

00:28:04: Genau, indem ich quasi immer auch einen Schritt zurücktrete.

00:28:07: Man anschaut also was tun Finanzmärkte wie verteilen sie um?

00:28:10: Von welchen Bevölkerungsgruppen zu welchen Bevölkerungsgruppe von welchen Akteurinnen zu welch anderen Akteuerinnen?

00:28:17: und wenn wir das genau anschaue dann kann ja da schon sehr viel ableiten auch was das Interessen politisch oder für mich selbst politisch bedeutet.

00:28:26: Wenn ich mich socioökonomisch gut verorten kann so weiter Bevölkerungs-Gruppe zähle.

00:28:30: überhaupt würde jetzt profitieren davon, wenn man beispielsweise eine Steuer auf kapitale Träge wieder zurücknimmt oder senkt.

00:28:38: Klingt das vielleicht vordergründig sehr gut, wenn ich da zehntausend, zwanzigtausende Euro vielleicht in einem Depot liegen habe?

00:28:44: Klingt sinnvoll!

00:28:45: Die Steuer wird gesenkt, der ist paar mal vielleicht fünfhundert Euro im Jahr an Steuerzahlungen.

00:28:50: Dass davon quasi aber von seiner Steuersenkung ganz andere Akteure profitieren, dass da sehr viel an Steuereinnahmen wiederum fehlen die man braucht, um an Sozialstadt zu finanzieren.

00:29:03: Das wäre quasi die andere Seite der Medaille.

00:29:05: Die Leute werden durch dieses zunehmende Engagement auf den Kapitalmärkten vor allem auch dazu bewegt für oder gegen bestimmte politische Vorschläge zu sein wenn es genau um solche Besteuerungssachen geht und so weiter.

00:29:21: Aber es gibt auch andere Initiative.

00:29:23: Eine, die stärker an den Lebensrealitäten von Kindern und Jugendlichen ansetzt ist zum Beispiel der Finanzführerschein der Schuldnerberatung.

00:29:32: Grundsätzlich

00:29:33: ist die Finanzführer-Scheiner sehr gutes Angebot weil er zugeschnitten auf die jeweilige Altersstufe Basisfinanzbildungsinhalte vermittelt und da wirklich Anschluss nimmt auf die Lebensumstände von Kindern oder Jugendlichen.

00:29:48: also da geht es um Mobilität im Jugendalter, da geht's um das erste Handy um die Nutzung von der Debitkarte, um die erste eigene Wohnung.

00:29:57: Es wird sehr praxisnah und spielerisch vermittelt und da werden auch Unterlagen ausgeteilt also sowohl für Kinder- und Jugendliche, die dann wirklich was in der Hand haben als auch für Lehrkräfte.

00:30:10: Und wir haben ein gemeinsames Online-Portal unter www.finanzbildungsportal.at, wo wir die Inhalte gesammelt haben, die es so gibt zu diesen Themen und in einfach leicht verständlicher Sprache vermitteln, damit auch Lehrkräfte das im Unterricht nutzen können oder wissen, wo sie weiterkommen – wo es seriöse unabhängige Inhalten

00:30:33: gibt.".

00:30:35: Die Links zu diesen Angeboten findet ihr übrigens in den Show notes Verständlich, praxisnah und nah an der Lebensrealität von Jugendlichen.

00:30:46: In der Fachdetaktik wird daran gearbeitet wie Wirtschafts- und Finanzbildung im Unterricht konkret aussehen kann.

00:30:53: Ein Beispiel dafür ist das Projekt INSERT, an dem Christian Friedrich von der pädagogischen Hochschule Wien mitarbeitet.

00:31:00: Also wir haben jetzt über hundert Unterrichtsperspiele online Open Access also freizugängig wo wir in verschiedensten Weisen und mit verschiedenen Methoden ganz spannenden Aufarbeitungen zur Wirtschaft und Finanzbildung eine ganze Menge Unterrichtsbeispiele gebracht haben, wie gesagt hundert Beispiele.

00:31:20: Und da gibt es also verschiedene Zugänge, verschiedene Möglichkeiten wie man lebensweltorientiert und Schüler nahe das bearbeiten kann.

00:31:30: Übrigens!

00:31:30: Im Herbst des Jahrtausends werden aufgrund der großen Nachfrage die bestehenden einhundert Unterrichtsbeispiele noch um Unterrichtsmaterialien für die Volksschule erweitert werden.

00:31:43: Und damit sind wir am Ende dieser Episode angelangt.

00:31:48: Fassen wir also zusammen.

00:31:50: Es ist richtig, dass sich viele Jugendliche mehr Wirtschafts- und Finanzbildung in der Schule wünschen.

00:31:55: Denn Fragen rund um Geld und wirtschaftliche Entscheidungen gehören längst auch zu ihrem Alltag.

00:32:01: Allerdings ist es falsch, daß die finanzielle Sicherheit allein von den richtigen Entscheidungen von Individuen abhängen.

00:32:08: Auch Einkommen soziale Herkunft und politische Rahmenbedingungen spielen eine wichtige Rolle.

00:32:15: Schulen müssen diese Themen aufgreifen und jugendlichen Orientierung bieten!

00:32:20: Falsch wäre es, Wirtschaftsbildung nur auf Span investieren oder den Umgang mit dem eigenen Geld zu reduzieren.

00:32:27: Denn finanzielle Entscheidungen haben immer auch gesellschaftliche Auswirkungen.

00:32:32: Deshalb ist es richtig unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen sich ein eigenes Urteil zu bilden.

00:32:42: Es wäre falsch zu glauben dass Wirtschafts- und Finanzbildung völlig neutral oder wertfrei sein können.

00:32:49: Gerade deshalb ist es wichtig, Interessen offen zu legen und verschiedene Sichtweisen zu diskutieren.

00:32:56: Und schließlich ist es richtig, dass Lehrkräfte dabei nicht alles alleine machen müssen – externe Expertise und zusätzliche Unterrichtsmaterialien können unterstützen!

00:33:11: Das war's mit dieser Folge von Richtig & Falsch, Redaktion Johanna Hilzberger, Patricia Hladczyk, Nina Schneider und Karl Schönsvetter.

00:33:20: Auch die nächsten Folgen bauen auf Erlebnissen und Fragestellungen von Lehrerinnen und Lehrern auf.

00:33:26: Erzählt mir von euren Erfahrungen und Befürchtungen, wenn es um politische Bildung in eurem Unterricht geht.

00:33:33: Schreibt mir eure Anregungen und Feedback an podcast-politik-lernen.at.

00:33:41: Wenn euch das Format gefallen hat empfehlt den Podcast gerne weiter!

00:33:46: Wer mehr mit politischer Bildung arbeiten möchte findet weitere Angebote beim Zentrum Polis und der Arbeiterkammer wie.

00:33:54: Alle Infos dazu sind in den Show-Notes.

00:33:57: Mein Name ist Johanna Hertzberger, ich bedanke mich fürs Zuhören und freue mich wenn ihr nächstes Mal wieder dabei seid!

Über diesen Podcast

Im Podcast für Politische Bildung sprechen wir über gesellschaftliche Kontroversen, die im Klassenzimmer bewegen und polarisieren. Wir holen gute Ideen vor den Vorhang und machen Unsicherheiten besprechbar. Wir wollen keine vorgefertigten Antworten liefern, sondern Lehrkräfte ermutigen, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Voneinander und miteinander zu lernen. Sich gegenseitig zu inspirieren und zu bestärken. Denn qualitätsvolle Politische Bildung braucht den Diskurs und den Raum für Fragen und Reflexion.

Zu Gast sind Lehrkräfte aller Schultypen und Fächer sowie Fachleute aus Wissenschaft und Praxis.

Eine Kooperation von Zentrum polis – Politik Lernen in der Schule, Demokratie21 und der Arbeiterkammer Wien.

von und mit Demokratie21

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